Theaterstück zwischen//welt
Performance zur Sensibilisierung für Palliativmedizin
Wie kann man sich in die Lage von Schwerstkranken und Sterbenden hineinversetzen? Wie läßt sich erahnen, was am Ende unseres Weges auf uns zukommt?
Thomas Nufer macht mit seiner Performance eine solch existentielle Situation erlebbar. „zwischen//welt“ eröffnet die Chance mit allen Sinnen nachzuvollziehen, was auf einer Palliativstation geschieht. Damit lenkt das Stück das Augenmerk auf eine ganz ungewöhnliche Art der Medizin, bei der es nicht mehr darum geht dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben zu geben.
Zwischen den Welten von Wachen und Schlafen, Leben und Tod, liegen Passagen der Verwandlung und der Grenzübertritte in eine vielschichtige Welt. Alles besitzt eine andere Art der Deutung, einen verborgenen Sinn. Diese Transformationsprozesse sind ein wichtiger Teil der Inszenierung.
Der Palliativpfleger Jens erweist sich als einfühlsamer Begleiter in Tomasz’ schwierigster Lebensphase. Er versucht auf die Bedürfnisse und Gefühle seines Patienten spontan zu reagieren, wenn es auch bisweilen kriselt zwischen den beiden. Die Abhängigkeit des Patienten zu seinem Pfleger wird nicht zuletzt erkennbar in ihren oft sehr schrägen Dialogen und Handlungen jenseits des Erwartbaren. Denn auch Jens begreift sich als eine Art Künstler, zwischen Leben und Tod agierend. Er ermuntert Tomasz ein finales Meisterwerk zu schaffen. Der sichtlich geschwächte Tomasz ist überwältigt von dieser Idee und vom Interesse an seiner Kunst.
„zwischen//welt” sieht sich als komplexes und ergebnisoffenes Experiment, frei von Weltanschauung und Glaube.
Schauspieler:
Kunstmaler Tomasz: Ulrich Bärenfänger
Palliativpfleger Jens: Martin Schlathölter
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